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Licht und Gesundheit
Das Leben mit optischer Strahlung

  • Vorwort

Vorwort

Diese Literaturrecherche wurde von der Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft an das Fachgebiet Lichttechnik der TU Ilmenau, Fachgebietsleiter Herr Prof. Gall, vergeben, um vorliegende Erkenntnisse über den Zusammenhang von Licht und Gesundheit zu sichten.

Hintergrund ist der gesetzliche Auftrag der Berufsgenossenschaften "arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren" mit allen geeigneten Mitteln zu verhüten.

Im Rahmen dieses gesetzlichen Auftrages gibt es für die Berufsgenossenschaften viele Fragen zu klären, z.B.:

  • Gibt es Zusammenhänge zwischen der Beleuchtungssituation und der Gesundheit am Arbeitsplatz?
  • Wirkt das Licht nur auf die Körperfunktionen des Menschen, oder beeinflusst es auch seelische und geistige Abläufe?
  • Wirken Tageslicht oder Kunstlicht unterschiedlich auf den Menschen?
  • Welche Wirkungen haben die spektrale Verteilung, die Lichtfarben und das Beleuchtungsniveau auf den Menschen?
  • Wirken Gleichlicht, periodisches Licht oder gepulstes Licht unterschiedlich?
  • Soll das Licht den Arbeitsplatz strukturieren oder ist eine für den gesamten Arbeitsbereich gleichmäßige Beleuchtung besser?
  • Kann die Strukturierung auch durch farbliche Gestaltung erfolgen?

 

Die heute übliche Betrachtungsweise der lichttechnischen Normung bezieht leider Gesundheitsaspekte in ihre Betrachtung nicht mehr ein. Die Bedeutung des Lichtes auf den Sehvorgang zu reduzieren, entspricht einer Denkweise, die einer menschengerechten Gestaltung der Arbeitswelt abträglich ist.

Der berufsgenossenschaftliche Fachausschuß FA EM III, Sachgebiet Lichttechnik, erarbeitet neue Vorschriften für die Beleuchtung von Arbeitsplätzen unter Berücksichtigung des gesetzlichen Auftrages "Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren". Um diesem Auftrag gerecht werden zu können, sollen die Ergebnisse dieser Literaturrecherche sowie Erkenntnisse, die sich aus weiteren Forschungsarbeiten ergeben, nach und nach in das berufsgenossenschaftliche Vorschriftenwerk einfließen.

 

Heinz Rüschenschmidt

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© copyright 2000 / Dr.-Ing. Joachim Fisch im Auftrag der Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft.

Übertragen in HTML durch Roland Degner und Daniel Hoffmann